Über Funkmeldeempfänger und Sirene wurde die Ortsfeuerwehr Westercelle zu einem Werkstattbrand in Westercelle gerufen. Die Einsatzdurchsage lautete: Explosion im

Werkstattbereich mit mehreren Verletzten.

 

An der Einsatzstelle angekommen bot sich der Feuerwehr ein Szenario von

div. Bränden rund um den Hallenkomplex und es wurden  mindestens 7 Mitarbeiter vermisst,

hinzu kam, dass auf dem weitläufigen Firmenkomplex ein Gefahrguteinsatz

erforderlich war.

 

Der Ortsbrandmeister, Olaf Mackensen, teilte die Einsatzstelle gleich in

mehrere Einsatzabschnitte ein was auch der besseren Koordination diente.

 

Sofort gingen die ersten Trupps unter PA zur Personensuche im Hallenbereich

vor und holten so die ersten vermissten Mitarbeiter aus dem Gefahrenbereich

und übergaben diese dem ebenfalls mitalarmierten Malteser Rettungsdienst,

der die Erstversorgung noch an der Einsatzstelle durchführte und anschließend

die Personen ins nahegelegene Krankenhaus überführten.

 

Die übrigen Kameraden gingen derweil im Außenbereich mit mehreren Strahlrohren

zur Brandbekämpfung vor und kühlten ebenfalls diverse im Gebäude vorgefundene Gasflaschen.

 

Schwierigkeiten bereitete die Wasserversorgung, da der nächstgelegene Hydrant

defekt war und die nächste mögliche Wasserentnahmestelle in größerer Entfernung ausfindig

gemacht wurde, was den Aufbau einer Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke

notwendig machte.

 

Da die Firma Prüfstrahler zur Dichtigkeitsüberprüfung einsetzt und ein Strahler auf

dem Betriebshof beim Versuch, ihn in Sicherheit zu bringen abhanden gekommen ist,

wurde der Chemie- und Strahlenschutzzug der Stadt Celle ebenfalls alarmiert.

 

Zwei Mitarbeiter verletzten sich jedoch bei dem Versuch, so dass sie von den Kameraden des Chemie- und Strahlenschutzzugs gerettet und dem Malteser-Rettungsdienst übergeben wurden.

 

Die Einsatzstelle um den Strahler wurde durch den Chemie- und Strahlenschutzzug

weiträumig abgeriegelt und sofort eine Schleuse mit Dekonplatz aufgebaut.

 

Der Strahler wurde durch einen Trupp geortet und wieder in Sicherheit gebracht.

 

Die durchgeführte Einsatzübung hatte das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen mehreren Feuerwehreinheiten und dem Rettungsdienst zu erproben.

 

In der anschließenden Abschlussbesprechung waren alle Beteiligten mit den erreichten Ergebnissen zufrieden.

Herbert Backhaus